Lese-Agentur Sabine Fecke
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David Arnold: Herzdenker.

Posted by Sabine (enibas) on [PUBL_DATE]
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Der 17jährige Victor leidet unter dem sehr seltenen Möbius-Syndrom. Bei dieser Krankheit sind die Gesichtsnerven gelähmt. Vic hat keine Mimik und kann weder lächeln noch blinzeln, was dann so wirkt, als würde ihn nichts interessieren. Und die Starre seines Gesichts führt dazu, dass er immer wieder anpöbelt und für dumm gehalten wird. Vics Vater hat ihn immer getröstet, dass er und sie Herzdenker seien. Bei Herzdenkern zähle nicht nur das Gehirn, sondern das Herz: Denn vom Gehirn her seien die meisten Menschen recht beschränkt, aber ihre Herzen seien absolute Genies.
Aber Vics Vater ist gestorben, und Vics Herz ist voller Trauer. Seine Mutter hat einen neuen Freund, und als dieser der Mutter einen Heiratsantrag macht, flüchtet Vic aus dem Haus und nimmt die Urne mit der Asche seines Vaters mit. Beim Versuch, diese in den Hackensack River zu streuen, entdeckt er eine letzte Botschaft seines Vaters, die für ihn keinen Sinn ergibt. In dieser Situation spricht Madeleine ihn an. Sie lebt zusammen mit einigen anderen wohnungslosen Jugendlichen, die sich die Helden des Hungers nennen, in einer verlassenen Gärtnerei.
Für Vic ist sie die Rettung, denn sie nimmt ihn mit, die Gruppe akzeptiert ihn so wie er ist, und so findet er erstmal ein neues  Zuhause. Nach und nach finden sie gemeinsam heraus, was die Botschaften von Vics Vater bedeuten und Vic kann seine Wünsche erfüllen.
Ein sehr warmherziger Roman, der nichts beschönigt, aber im besten Sinne von einem Herzdenker geschrieben ist. Wir erfahren die ganze Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Vic und Mad. Ein Roman, den ich auch Erwachsenen ans Herz legen möchte. Für Leserinnen und Leser ab 14 Jahren
Barbara Scholz 

Last changed: 25.03.2019 at 13:44:58

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