Lese-Agentur Sabine Fecke
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Julya Rabinowich, Dazwischen ich

Posted by Sabine (enibas) on [PUBL_DATE]
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Die 15jährige Madina ist mit ihrer Familie nach einer mehrjährigen Flucht in Deutschland angekommen. Hier wollen sie  Sicherheit und eine neue Zukunft finden. Noch ist der ersehnte Brief mit der Aufenthaltsgenehmigung nicht gekommen, aber die Chancen sind gut, denn dem Vater droht in der Heimat die Ermordung.
Madina wohnt mit ihrer Familie, Vater, Mutter, Tante und jüngerem Bruder, in einem Zimmer in einer Pension. Das ist aber schon um Klassen besser als das Auffanglager.
Trotz aller Anfeindungen und Einschränkungen, unter denen Madina zu leiden hat, all den traumatischen Erfahrungen, die sie gemacht hat, trotz ihres Heimwehs sagt sie von sich selbst, sie habe viel Glück gehabt. Eine überraschende Aussage – aber Madina weiß, dass sie nur hier eine Zukunft hat und ist dankbar für die Unterstützung, die sie bei ihrer Freundin Laura, deren Bruder, bei Lauras Eltern, bei einer Lehrerin, bei einer Sozialarbeiterin findet. Sie ist bereit, alles für ihre Zukunft zu tun.
Die Eltern, besonders der Vater, sind zutiefst beunruhigt und verunsichert über die zunehmende Emanzipation Madinas und fangen an, sie immer mehr zu kontrollieren.
Doch als der Vater – vor einen ausweglosen Konflikt gestellt – ins Heimatland zurückkehrt, nimmt Madina das Geschick ihrer Familie in die Hände und schlüpft in die Rolle des Familienoberhaupts, um für ihrer aller Zukunft zu kämpfen.
‚Solche wie dich können wir hier gut gebrauchen’, sagt eine Sachbearbeiterin am Ende zu ihr, ein hoffnungsvoller Schluss.
Eine Geschichte von Flucht und Neubeginn, die nicht verschweigt, mit welchen Schikanen und Problemen Flüchtende zu kämpfen haben, welche Traumata sie überwinden müssen und wie schwer ein Neuanfang ist, die aber auch von der Hoffnung auf Zukunft erzählt.
Für Leserinnen ab 14 Jahren.

Barbara Scholz

Last changed: 10.07.2017 at 15:14:48

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