Buchtipp
Maulina heißt eigentlich Paulina, aber weil sie sich nichts gefallen lässt, sich wehrt und sehr wütend werden kann, eben mault, wird sie Maulina genannt.
Schreckliches ist passiert: Maulina musste ihr Königreich Mauldawien, eine Vier-Zimmer-Wohnung im 4. Stock mit dem Dachboden des Grauens, mit gestreiftem Frühstückssofa, Balkon, Garten, bunten Höhlenmalereien auf den Tapeten (von einer jungen Künstlerin) in der Straße der Freude verlassen und ist mit ihrer Mutter, den 43 Topfpflanzen und den Schildkröten Lenny und Roy nach Plastikhausen gezogen, in ein Haus, in dem alles aus Plastik ist und überall Plastikarme aus der Wand greifen.
Maulina ist nicht gewillt, sich damit abzufinden. Sie packt ihre Kisten erst gar nicht aus, und über ihren Vater darf man nicht mehr mit ihr sprechen, nicht mal seinen Namen nennen, und schon gar nicht spricht sie noch mit ihm, denn er ist in Mauldawien geblieben.
Auch die neue Schule findet sie grässlich. Der einzige Lichtblick ist ihr Mitschüler Paul, der in einem Heim für Jugendliche lebt. Er holt sie eines Morgens zur Schule ab und nach und nach werden die Beiden gute Freunde. Unterstützung erhält sie auch von ihrem Großvater, dem General für Käse.
Was Maulina unternimmt, um in ihr Königreich Moldawien zurückkehren zu können, wie sie sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln wehrt, das erzählen die ersten beiden Bände.
Die wunderbaren Illustrationen von Ran Flygenring machen riesigen Spaß und veranschaulichen alles, was Maulina erzählt.
Ein Mutmachbuch für alle Mädchen und Jungen ab 10 Jahren, die sich nicht alles gefallen lassen und aber auch gefordert sind, sich auf ganz neue Familiensituationen einzustellen.
Barbara Scholz
Zuletzt geändert am: 14.04.2020 um 10:47:13
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