Lese-Agentur Sabine Fecke
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Sarah Jäger, Das Feuer vergessen wir nicht - ab 14 Jahren

Veröffentlicht von Sabine am 07.05.2026
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Ein Roman, der viele Themen enthält: Freundschaft, Alter, Armut, zwischenmenschliche  Missverständnisse. Vor allem aber ist es eine wunderbare, sehr zarte Liebesgeschichte, 
Wir lesen von Ari, die einmal die Woche ins Altersheim geht und verschiedenen Heimbewohner:innen vorliest. Und Flint, der dort Sozialstunden ableisten muss.
Ari liegt besonders Frau Martin am Herzen, die nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen kann. Dort begegnen sich Ari und Flint zum ersten Mal. Flint hat ein Streichholz angezündet, was Frau Martin zu freuen scheint.
Deshalb bringt Ari ihr das nächste Mal das Märchen Das Mädchen mit den Schwefelhölzern  von H.C.Andersen mit. Aber Frau Martin reagiert voller Abwehr. Bisher hatte Ari ihr aus einem Lexikon vorgelesen. Als Ari in einer Schublade ein Heft mit dem Titel Der Streik der Streichholzmädchen im Jahr 1888, entdeckt, wird das die neue Lektüre. Frau Martin hat diesen Artikel wohl in jungen Jahren verfasst und hört offensichtlich gerne zu.
Ari und Flint sind grundverschieden, und doch fühlen sie sich zueinander hingezogen. 
Flint lebt allein in einem Wohnwagen auf dem Gelände des Gebrauchtwagenhandels seines Onkels. Seine Familienverhältnisse bleiben unklar. Ari lebt mit ihrer Mutter und Schwester in einem Haus, in dem auch ihre Lieblingsmenschen Miriam und Milan mit ihren Eltern wohnen.
Flint ist eher skeptisch, was die Zukunft betrifft, Ari glaubt daran, dass es sich lohnt für kommende Generationen positive Spuren zu hinterlassen. Deshalb schreibt sie auch Berichte über ihr Leben.
Der Roman endet mit einer Katastrophe: Im Altersheim bricht ein Feuer aus. Ari ist zufällig dort, weil sie ein Buch vergessen hatte. Beim Versuch, Frau Martin zu retten, erleidet sie eine schwere Rauchvergiftung und Brandwunden. Sie wird wieder gesund, und die Geschichte endet in einer sehr positiven Stimmung.

Der Roman ist wirklich sehr bemerkenswert, weil er ohne Mühe so viele Themen aufgreift und vor schwierigen Themen nicht zurückschreckt, dabei poetisch und mitfühlend erzählt. In einer authentischen Sprache. Das Motiv des Feuers zieht sich durch das gesamte Buch, was den ungewöhnlichen Titel erklärt. Sarah Jägers neuer Jugendroman ist ein tiefes Buch, in dem es viel zu entdecken gibt. Es lohnt sich, sich darauf einzulassen.

Barbara Scholz


Zuletzt geändert am: 07.05.2026 um 09:41:34

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